Prosa aus Iran und Afghanistan

Hervorgehoben

Taqi Akhlaqi, Aus heiterem Himmel/Va naagahaan (Erzählungen, zweisprachig), edition tethys, 2018
Abbas Maroufi, Fereydun hatte drei Söhne (Roman), Büchergilde Gutenberg, 2016
Rezensionen: Andreas Platthaus, FAZ; Angela Schader, NZZ; Gerrit Wustmann, Fixpoetry
Mojgan Ataollahi, Ein leichter Tod (Roman), Residenz Verlag, 2015
Taqi Akhlaqi, Die Emigranten (Theaterstück, Arbeitstitel), UA geplant
Beatrice Minda, Iran.Interrupted, Privathäuser in Iran: Einblicke in eine verborgene Welt, Hatje Cantz 2014 (Texte von Asghar Farhadi, Shahrnush Parsipur)
Amir Hassan Cheheltan, Amerikaner töten in Teheran, Roman, Beck Verlag 2011 (mit Kurt Scharf)
Rezensionen: Stefan Weidner, FAZ; Ingo Arend, Tageszeitung
Parsua Bashi, Briefe aus Teheran, Kein & Aber, 2010
Rezensionen; Anja Hirsch, FAZ; Roland Krüger, Deutschlandradio Kultur; Martin Zähringer, Deutschlandfunk; Ingo Arend, Getidan
Shiva Arastuie, Opium (Roman-Auszug), Lettre International 88, Frühjahr 2010
Amir Hassan Cheheltan, Teheran Revolutionsstraße, P. Kirchheim Verlag 2009
Rezensionen: Verena Lueken, FAZ; Elisabeth Knoblauch, DIE ZEIT; Stefan Weidner, FAZ / Shahrvand (Pers. Übersetzung von Mehdy Naficy); Astrid Kaminski, Berliner Zeitung; Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, via Perlentaucher; SWR 2, 14.03.2010, Kersten Knipp (Audio)
Ayat Najafi, Tehran Banou – Lady Teheran (Theaterstück), UA Ballhaus Naunynstraße, 13.12.2009
Mahmood Falaki, Carolas andere Tode, Sujet Verlag 2009
Khalid Nawisa, Basar, in: LiteraturNachrichten 100, Frühjahr 2009
Alex Rühle (Hg.), Megacitys, Beck 2008 („Teheran“ von Amir H. Cheheltan)
Joachim Sartorius (Hg.), Zwischen Beirut und Berlin. West-östliche Geschichten, Beck 2007 (Beiträge von Amir H. Cheheltan und Shahriar Mandanipur)
Zoya Pirzad, Die Lichter lösche ich (Tscherāgh-hā rā man chāmusch mikonam), Roman, Insel 2006
Rezension: Tanja Langer, DIE WELT, 22.4.2006
Shahrnush Parsipur, Frauen ohne Männer (Romanauszüge), in: B. Schmitz / B.E. Stammer (Hg.), Shirin Neshat (Katalog), Steidl 2005
Fattaneh Haj Seyed Javadi, In der Abgeschiedenheit des Schlafs (Dar chalwat-e chāb), Erzählungen, Insel 2004; Suhrkamp 2006 (TB)
Shahrnush Parsipur, Die kleinen, schlichten Abenteuer des Baumgeistes (Romanauszug), in: Sh. Meerali / M.Hager (Hg.), Entfernte Nähe (Katalog), Berlin 2004
Hamid Yavari, Stadt der Spiele (Romanauszug), in: Sh. Meerali / M.Hager (Hg.), Entfernte Nähe (Katalog), Berlin 2004
Vahid Jahanmiri-Nejad, Kuch (Die Wanderung), Szenische Lesung, Haus der Kulturen der Welt, Berlin 2004
Atiq Rahimi, Der Krieg und die Liebe, Roman, Claassen 2003 (Hesārchāne-ye chāb wa echtenāq), List 2004 (TB), Inszenierung Schauspiel Hamburg (10.4.2003)
Atiq Rahimi, Erde und Asche, Novelle, Claassen 2001 (Chākestar wa Chāk); Gutenberg 2002; List 2003 (TB); Inszenierung Schauspiel Hamburg (25.4.2003); Hörspiel (J. Schlüter, D. Bühren), WDR 2004; Hörspiel (Thomas Bühren), SWR 2008
Fattaneh Haj Seyed Javadi, Morgen der Trunkenheit, Roman, Insel 2000 (Bāmdād-e chomār), Suhrkamp 2002 (TB), Suhrkamp 2004 (TB), Suhrkamp 2007 (TB)
Manuchehr Irani, Der König der Schwarzgewandeten, Roman, Suhrkamp 1998 (Schāh-e siāhpuschān)

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Rezensionen

cheheltan-revolutionsstrasse

Das Buch enthält keine Zeile gegen den Islam, nicht einmal gegen die Regierung oder die Herrschaft der Mullahs. Aber es zeigt, wie ein System, das sich jeder öffentlicher oder demokratischer Kontrollmechanismen entzieht, sich aufgrund des Egoismus seiner Vollstrecker zwangsläufig aushöhlen muß. …[Teheran Revolutionsstraße] erscheint nun erstmals überhaupt auf Deutsch, in der meisterhaften Übersetzung von Susanne Baghestani, und ist Weltliteratur, bevor es überhaupt etwas anderes war. Stefan Weidner, FAZ 

Zoya Pirzad Lichter

Zoya Pirzad hat ein wunderbar vielstimmiges und leichtes Zeitbild aus dem Iran der 60er Jahre geschrieben, als die Gesellschaft noch nicht so monolithisch geschlossen war wie unter den Mullahs. Dass dieser humorvolle Blick auf die Missgeschicke des Lebens und die Verwicklungen des Alltags sich nach dem Erscheinen 2001 zu einem mehrfach ausgezeichneten Bestseller entwickelt hat, ist ein positives Zeichen aus einem Land, von dem wir überwiegend schlechte oder beunruhigende Nachrichten hören. Deutschlandradio

bamdad khomar

Der Morgen der Trunkenheit ist ein Glücksfall für die orientalische Literatur. Er ist ein Glück für seine Leser. Stefan Weidner, Berliner Zeitung

Rahimi - Erde und AscheRahimi schreibt gegen den Krieg, den Schrecken, und das Vergessen. Er erzählt mit beklemmender Intensität eine schlichte Geschichte: die eines alten Mannes und seines Enkels, die als Einzige eine Vergeltungsaktion der sowjetischen Besatzungsarmee gegen ihr Dorf überlebt haben. Roman Leick, Der Spiegel

Stiegler Logik der Sorge

Stieglers Bändchen gehört aus diesem Grunde zu jenen heute raren Theorien, die ihr Wissen unmittelbar als eine Anleitung zur Tat darstellen (und das macht die aufgeregte, manchmal aufgeladene Stimmung des Textes aus): Wenn es so ist, wie es ist, das heißt, wenn es ums Ganze geht – und wie sollte es anders sein, da die kritische Theorie keine Lücke lässt, mit der die Annahme eines Ganzen sich in Luft auflösen würde -, dann muss daraus dies und jenes, dann muss (und dieses Müssen muss in den Ohren harmonisch, ohne dissonanten Einspruch und destruktiven Widerspruch ertönen) aus dem schlechten Sein ein gutes Sollen folgen. Nur so geht es. Insofern kann man sagen: Das Büchlein gegen die Psychomächte hat es in sich. Eberhard Rathgeb, FAZstiegler biopolitik

Rezensent Joseph Hanimann schätzt diesen zweiten Band von Bernard Stieglers „Logik der Sorge“, auch wenn er einiges kritisch betrachtet. Er rekapituliert Stieglers Auseinandersetzung mit Foucault und seine Kritik an der Kulturindustrie. Diese führt in seinen Augen indes nicht weiter als Adornos Kritik der Kulturindustrie. Anregend findet er Stieglers Überlegungen allerdings dort, wo er seine Diagnose in eine Theorie der Sorge einbindet. Hier wird das Buch für ihn geradezu zu einem „Manifest gegen die Fahrlässigkeit“. Allerdings kommt er nicht umhin, Stieglers Projekt über die Logik der Sorge vorzuhalten, es mangle ihm an einem „stringenten Gesamtkonzept“. So scheinen ihm ganze Kapitel über Marcuse oder Agamben für die Analyse „unerheblich“. Zudem moniert er eine Tendenz zum „philosophischen Jargon“, der die Lektüre erschwert. Umso lobt er die klare und prägnante Übersetzung von Susanne Baghestani. FAZ via Perlentaucher